Ist Politik doof?

In meinem Alter, ich bin jetzt gerade mal 22, ist Politik nicht gerade das populärste Thema. Lieber wird über Fussball, Eishockey, Ausgang und Fernsehsendungen gesprochen. Der Unterschied zwischen den genannten Themen und der Politik ist aber, dass sich eine Abstimmung mit einer realen Tatsache befasst. Auch wenn es vielleicht interessanter ist, wie Ted seine Frau trifft oder ob der SCB gewinnt oder eher verliert, diese Themen haben keinen Einfluss auf unser zusammenleben, auf unsere Lebensqualität. Nach den Nationalratswahlen 2011 wurde die Stimmbeteiligung der verschiedenen Altersgruppen analysiert. Die Beteiligung der Schweizer zwischen 18 und 24 Jahren lag bei 32%. Die Grosseltern- und Urgrosselterngeneration (über 75) hat sich hingegen zu 70% an den Wahlen beteiligt1. Was das bedeutet? Wir sind zu faul um zu wählen und lassen unsere Grosseltern für uns entscheiden. Alle freuen sich auf den 18. Geburtstag. Man ist erwachsen. Autofahren. Alkohol trinken und Zigaretten kaufen. Endlich gibt es eine plausible Begründung für die Aussage „Mutter, ich bin kein Kind mehr.“. Warum überlassen wir jedoch wichtige Entscheide in der Politik der Seniorengeneration? Denjenigen, die vermutlich meist am wenigsten betroffen sind? Die Wahl- und Abstimmungsunterlagen zu lesen, auf den Zettel 3 mal „Ja“ oder „Nein“ zu schreiben, das Couvert zuzukleben und bei der Gemeinde einzuwerfen dauert etwa 30 Minuten. In der Politik wird über unsere Zukunft debattiert und entschieden! Über unsere Schulen, unsere Löhne, unsere AHV und ALV. Über unsere Steuern, über unsere Lebensqualität und unsere Sicherheit. Ich überlasse diese Entscheidung nicht den Senioren. Ich bin kein Kind mehr und nehme diese Verantwortung wahr, du auch?

#politik #generationen #wahlbeteiligung

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